Hallo zusammen! Die Miles & More Kreditkarte gehört seit Jahren zu den beliebtesten Begleitern für alle, die mit der Lufthansa Group fliegen und dabei fleißig Meilen sammeln. Seit dem 1. Oktober 2025 gibt die Deutsche Bank die Karte heraus und nicht mehr die DKB – und mit dem Wechsel hat sich mehr verändert als nur der Name auf der Rückseite.
Das Wichtigste vorweg: Wer die Karte noch bei der DKB hatte, musste sie neu beantragen – die Kooperation endete am 30. April 2026. Eure bereits gesammelten Meilen sind davon nicht betroffen. Neu ist außerdem eine Guthabenverzinsung von 2,1 % pro Jahr, eingeführt zum 1. Juni 2026 und vorerst befristet bis 30. November 2026. Und für Neukunden liegt bis 31.12.2026 ein Willkommensbonus von 4.000 Meilen und 40 Points auf der Gold Card bereit.
Wir zeigen euch, welche Lufthansa Kreditkarten es aktuell gibt, was sie monatlich kosten, wie viele Meilen ihr pro Euro sammelt – und für wen sich welche Variante wirklich rechnet.
Was hat sich bei Miles & More verändert?
Der Bankwechsel war kein reiner Namenstausch. Wer die Karte noch von der DKB hatte, musste selbst aktiv werden: Die Kooperation zwischen DKB und Miles & More endete am 30. April 2026, alle dort ausgestellten Karten wurden spätestens zu diesem Termin gekündigt. Die Karten für Vielfliegende traf es schon zum 28. Februar 2026. Automatisch übernommen wurde nichts – die Bankenaufsicht verlangt einen kompletten Neuantrag samt erneuter Legitimation.
Die gute Nachricht: Eure Meilen hängen am Miles & More Konto, nicht an der Bank. Wichtig ist nur, im Antrag die bestehende Servicekartennummer anzugeben und sich nicht versehentlich als neuer Teilnehmer zu registrieren. Wer noch überlegt, hat Luft: Für ehemalige DKB-Karteninhaber greift eine Übergangsregelung von sechs Monaten, in der nichts verfällt.
Der monatliche Kartenpreis ist gleich geblieben, dafür kamen handfeste Verbesserungen dazu. Das Kreditkarten-Banking läuft jetzt direkt in der Miles & More App. Gold-Karteninhaber bekommen den Marriott Bonvoy Silver Elite Status, fünfmal im Jahr 1 GB Datenvolumen über Flexiroam und mit MilesPay die Möglichkeit, Meilen direkt beim Bezahlen einzulösen. Mastercard bleibt Kartenpartner.
Die auffälligste Neuerung: Seit dem 1. Juni 2026 wird euer Guthaben auf der Kreditkarte tatsächlich verzinst. Zum Start gibt es einen Aktionszins von 2,1 % p. a., befristet bis zum 30. November 2026. Wer ohnehin Guthaben auf dem Kreditkartenkonto parkt, lässt es damit erstmals für sich arbeiten. Wie es danach weitergeht, steht ab dem 1. Dezember 2026 im Preis- und Leistungsverzeichnis.
Welche Lufthansa Kreditkarten gibt es – und was kosten sie?
Aktuell gibt es für Privatkunden drei reguläre Karten und drei Statuskarten für Vielfliegende. Der Überblick vorweg, die Details danach:
Die regulären Karten
| MyFlex | Blue | Gold | |
|---|---|---|---|
| Pro Monat | 0 € | 5,50 € | 11,50 € |
| oder in Meilen | – | 1.650 | 3.450 |
| Meilen pro 2 € Umsatz | 1 | 1 | 1 |
| Meilenschutz | nein | ja | ja |
| Versicherungspaket | nein | nein | Premium |
| Marriott Bonvoy Silver | nein | nein | ja |
| Willkommensbonus | – | 500 Meilen + 40 Points | 4.000 Meilen + 40 Points |
Die Statuskarten
| Frequent Traveller | Senator | HON Circle | |
|---|---|---|---|
| Pro Monat | 5,41 € | 0 € | 0 € |
| oder in Meilen | 1.625 | – | – |
| Versicherungspaket | Premium | Premium | Premium, ohne Selbstbeteiligung |
| Marriott Bonvoy Silver | ja | nein | nein |
| Worldshop-Rabatt einmalig | 15 % | 15 % | 20 % |
| Willkommensbonus | 4.000 Meilen + 40 Points | 4.000 Meilen + 40 Points | 4.000 Meilen + 40 Points |
| Extra | – | – | Lifestyle Concierge Service |
Alle Willkommensboni gelten bis 31.12.2026 und nur für Neukunden, auf die in den letzten zwölf Monaten keine Miles & More Kreditkarte der Deutschen Bank ausgestellt war. Mindestvertragsdauer zwölf Monate.
MyFlex Credit Card
Die MyFlex ist die einsteigerfreundlichste Variante und kostet dauerhaft 0 Euro im Monat. Sie richtet sich an alle, die ohne feste Gebühr Meilen sammeln und dabei flexibel in Raten zahlen möchten.
- Monatlicher Kartenpreis: 0 €
- Pro 2 € Kartenumsatz gibt es 1 Meile
- Ausgaben lassen sich in Raten zurückzahlen – dabei fallen Zinsen an
- Kein Meilenschutz: Eure Meilen unterliegen weiterhin dem regulären Verfall nach den Miles & More Teilnahmebedingungen
- Nur für Privatpersonen beantragbar, nicht für Selbstständige
- Willkommensbonus: Die Aktion über 500 Meilen ist am 31.07.2026 ausgelaufen. Aktuell gibt es für die MyFlex keinen Bonus
Ehrlich gesagt: Kostenlos klingt gut, aber genau hier liegt der Haken. Wer über Jahre auf ein großes Prämienziel spart, verliert mit der MyFlex möglicherweise Meilen, die bei Blue oder Gold geschützt gewesen wären. Für 5,50 Euro im Monat kauft ihr euch mit der Blue Card genau diese Sicherheit.
Blue Credit Card
Die Blue Card ist der klassische Einstieg für alle, die dauerhaft und ohne Verfallsrisiko Meilen ansparen möchten – ideal für große Fernziele, bei denen ihr ruhig etwas länger sammeln könnt.
- Monatlicher Kartenpreis: 5,50 € (oder 1.650 Meilen)
- Pro 2 € Kartenumsatz gibt es 1 Meile
- Meilen sind ab Kartenausstellung unbegrenzt gültig und damit vor dem sonst üblichen Verfall geschützt
- Bis 31.12.2026: 500 Meilen und 40 Points Willkommensbonus
Gold Credit Card
Die Gold Card ist die Premium-Variante unter den regulären Karten und richtet sich an alle, die neben dem Meilensammeln auch Wert auf umfassenden Reiseschutz legen.
- Monatlicher Kartenpreis: 11,50 € (oder 3.450 Meilen)
- Pro 2 € Kartenumsatz gibt es 1 Meile
- Meilen sind ab Kartenausstellung unbegrenzt gültig
- Premium-Versicherungspaket: Reise-Krankenversicherung, Reiserücktritt und -abbruch, Mietwagen-Zusatzversicherung
- Marriott Bonvoy Silver Elite Status für die gesamte Kartenlaufzeit
- Fünfmal im Jahr 1 GB Datenvolumen über Flexiroam, dazu 30 % Rabatt auf weitere Pakete
- Wolt+ kostenlos – spart 4,99 € monatlich – plus doppelte Meilen bei jeder Wolt-Bestellung
- Bei Avis bis zu 30 % Rabatt und 1.000 Meilen zur Begrüßung
- Zweimal im Jahr gebührenfrei Bargeld außerhalb Deutschlands abheben
- 24-h-Assistance-Service und ärztliche Beratung über Allianz Telemedizin
- Meilen in Statuspunkte tauschen: einmal pro Kalenderjahr bis zu 25.000 Meilen aus Kartenumsätzen – Willkommens- und Aktionsmeilen sind ausgeschlossen
- Bis 31.12.2026: 4.000 Meilen und 40 Points Willkommensbonus, allerdings nur ohne bestehenden Vielfliegerstatus
Karten für Vielfliegende
Wer bereits einen Status bei Miles & More hat, bekommt Zugang zu drei weiteren Lufthansa Kreditkarten – und zahlt dafür teils gar nichts.
Die Lufthansa Frequent Traveller Credit Card kostet 5,41 Euro im Monat oder 1.625 Meilen. Sie bietet denselben Leistungsumfang wie die Gold Card für 11,50 Euro, also weniger als die Hälfte. Für Frequent Traveller gibt es damit keinen Grund, die reguläre Gold Card zu nehmen.
Die Lufthansa Senator Credit Card und die Lufthansa HON Circle Credit Card sind für Inhaber des jeweiligen Status komplett kostenlos. Die HON Circle Card ist die stärkste im Portfolio: Das Premium-Versicherungspaket kommt hier mit höheren Versicherungssummen und ohne Selbstbeteiligung, dazu gibt es exklusiv den Lifestyle Concierge Service über Mastercard und einmalig 20 Prozent Rabatt im Worldshop statt der sonst üblichen 15.
Ein Detail, das leicht untergeht: Den Marriott Bonvoy Silver Elite Status gibt es laut Bedingungen nur mit der Gold Card und der Frequent Traveller Card. Senatoren und HON Circle Member gehen beim Hotelpartner leer aus – kurios, aber so steht es im Kleingedruckten.
Wie sammelt ihr am schnellsten Meilen?
Bei allen privaten Karten gilt dieselbe Grundrate: Pro 2 Euro Kartenumsatz bekommt ihr 1 Meile – egal ob in der Bäckerei um die Ecke oder beim Onlinekauf. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Für Entgelte wie den monatlichen Kartenpreis selbst werden keine Meilen gutgeschrieben.
Deutlich schneller geht es über die Partnerwelt von Miles & More mit mehr als 300 Partnern. Hotels, Mietwagenanbieter, Shops, dazu Payback im Alltag – wer hier konsequent sammelt, kommt auf ein Vielfaches der reinen Kartenumsatzmeilen.
Neu ist MilesPay: Damit löst ihr Meilen direkt beim Bezahlen ein, überall dort wo Mastercard akzeptiert wird. Im Restaurant, beim Tanken, im Supermarkt. Praktisch, aber ehrlich gesagt selten der beste Gegenwert – für Prämienflüge holt ihr pro Meile deutlich mehr heraus.
Was Travel Hacker wissen sollten: Umsätze bei Finanzdienstleistern wie Revolut, Wise oder Trade Republic werden wieder mit Meilen belohnt – bei der DKB war das seit März 2024 komplett gestrichen. Allerdings gedeckelt: Nach übereinstimmenden Erfahrungsberichten gibt es dafür maximal 2.500 Meilen pro Abrechnungsperiode. In der offiziellen Preisliste taucht diese Grenze nicht auf, sie scheint technisch hinterlegt zu sein. Für Miete oder größere Fixkosten lohnt sich der Umweg damit nur begrenzt. Wie das konkret funktioniert, haben wir euch hier ausführlich aufgeschrieben.
Und noch ein Extra, das oft übersehen wird: Wer die Karte weiterempfiehlt, bekommt für jede erfolgreiche Empfehlung bis zu 10.000 Meilen gutgeschrieben. Bei zwei, drei Empfehlungen im Familien- und Freundeskreis ist damit schnell ein Kurzstreckenflug drin.
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Welche Karte passt zu euch?
Das hängt vor allem davon ab, wie viel ihr monatlich über die Karte laufen lasst und ob eure Meilen geschützt sein müssen. Vier typische Fälle:
Ihr wollt keine feste Gebühr zahlen. Wer eine kostenlose Lufthansa Kreditkarte sucht, landet bei der MyFlex – mit dem bekannten Haken, dass eure Meilen ungeschützt bleiben. Für Gelegenheitssammler, die ohnehin zügig einlösen, geht das in Ordnung. Wer hortet, ist hier falsch.
Ihr spart auf ein großes Fernziel. Dann führt kein Weg an der Blue Card vorbei. Ohne Schutz verfallen Miles & More Meilen nämlich 36 Monate nach dem Sammeln, jeweils zum Quartalsende – und zwar jede Meile für sich. Wer 2024 gesammelt und 2027 noch nicht eingelöst hat, schaut in die Röhre, egal wie fleißig er zwischendurch weitergesammelt hat. Für 5,50 Euro im Monat schaltet die Blue Card diese Uhr komplett ab.
Ihr reist regelmäßig. Die Gold Card kostet 6 Euro mehr als die Blue. Rechnen wir kurz nach: Allein das kostenlose Wolt+ spart 4,99 Euro im Monat, also fast die komplette Differenz. Dazu kommen das Premium-Versicherungspaket, der Marriott Bonvoy Silver Elite Status und fünfmal 1 GB Datenvolumen pro Jahr. Wer auch nur einen dieser Punkte nutzt, fährt mit Gold unterm Strich günstiger.
Ihr habt bereits einen Status. Dann nehmt auf keinen Fall die reguläre Gold Card. Die Frequent Traveller Card bietet denselben Leistungsumfang für 5,41 statt 11,50 Euro, Senatoren und HON Circle Member zahlen gar nichts.
Eine ehrliche Einordnung zum Schluss: Als reine Meilenmaschine ist die Miles & More Kreditkarte nicht die stärkste Wahl. 1 Meile pro 2 Euro sind 0,5 Meilen je Euro. Mit der American Express Gold Card kommt ihr über die Membership Rewards im Verhältnis 5:4 auf 0,8 Meilen je Euro, mit dem Membership Rewards Turbo sogar auf 1,2 – mehr als das Doppelte.
Wofür die Miles & More Karte trotzdem taugt: Meilenschutz, der Tausch von Meilen in Statuspunkte und die extrem günstigen Statuskarten. Genau das kann Amex nicht bieten. Wir selbst fahren deshalb zweigleisig – Amex für den Umsatz, Miles & More für Schutz und Status.
Wie beantragt man die Karte?
Die Beantragung läuft komplett online. Ihr füllt den Antrag aus, macht anschließend die Online-Legitimation, und nach erfolgreicher Prüfung ist die virtuelle Karte sofort im Kreditkarten-Banking verfügbar – die physische kommt innerhalb weniger Tage per Post.
Was viele überrascht: Die Deutsche Bank verlangt nach bankrechtlichen Vorgaben Angaben zu euren Einnahmen und Ausgaben sowie einen Identitätsnachweis. Bei Karten mit Teilzahlungsfunktion kommt am Ende noch eine digitale Signatur dazu. Plant also ein paar Minuten mehr ein als für ein schnelles Onlineformular.
Der wichtigste Punkt für Wechsler: Gebt im Antrag unbedingt eure bestehende Servicekartennummer an und registriert euch nicht versehentlich als neuer Teilnehmer. Sonst landet ihr auf einem zweiten Miles & More Konto – und eure gesammelten Meilen bleiben auf dem alten liegen.
Für den Willkommensbonus gelten drei Bedingungen:
- In den letzten 12 Monaten darf auf euch keine Miles & More Kreditkarte der Deutschen Bank ausgestellt gewesen sein
- Ihr müsst die Karte mindestens 12 Monate behalten, sonst werden Meilen und Points wieder abgezogen
- Bei der Gold Card gibt es den Bonus nur, wenn ihr zum Zeitpunkt der Beantragung keinen Vielfliegerstatus habt
Der Bonus ersetzt außerdem den regulären Willkommensbonus – mit anderen Aktionen kombinieren lässt er sich nicht.
Ehrlich gesagt: Der Wechsel lief nicht überall rund. In den Kommentarspalten der Meilen-Blogs sammeln sich seit Anfang 2026 Berichte über abgebrochene Onlineanträge, Wartezeiten von 45 Minuten in der Hotline und Verfügungsrahmen, die deutlich unter dem lagen, was die Betroffenen von der DKB gewohnt waren. Vereinzelt wurde nach der Kartenausstellung sogar noch der Zugang zum Onlinebanking angefordert, um den Rahmen zu prüfen.
Das sind Einzelberichte und keine Statistik. Sie häufen sich aber genug, dass wir sie nicht unterschlagen wollen. Wer wechselt, sollte etwas Geduld mitbringen und den Antrag nicht auf den letzten Drücker vor einer Reise legen.
Fazit
Der Wechsel zur Deutschen Bank hat der Miles & More Kreditkarte gutgetan. Eine Guthabenverzinsung gibt es bei Kreditkarten selten, MilesPay macht das Einlösen im Alltag unkompliziert, und mit dem Marriott Bonvoy Silver Elite Status ist ein echter Zusatznutzen dazugekommen – bei unverändertem Kartenpreis.
Ehrlich bleiben wir trotzdem: Als reine Meilenmaschine ist die Karte mit 0,5 Meilen je Euro nicht konkurrenzfähig. Ihre Stärke liegt woanders – im Meilenschutz, im Tausch von Meilen in Statuspunkte und in den ungewöhnlich günstigen Statuskarten.
Kurz zusammengefasst:
- Ihr fliegt selten und löst zügig ein: MyFlex, kostet nichts
- Ihr sammelt langfristig: Blue, 5,50 Euro für den Meilenschutz
- Ihr reist regelmäßig: Gold – Versicherungspaket und Wolt+ holen die 6 Euro Aufpreis wieder rein
- Ihr habt bereits einen Status: Frequent Traveller, Senator oder HON Circle, niemals die reguläre Gold Card
Die Willkommensboni laufen bis 31. Dezember 2026, der Aktionszins von 2,1 Prozent nur bis 30. November 2026. Wer ohnehin mit dem Gedanken spielt, sollte damit nicht bis Silvester warten.
Hinweis: Alle Angaben zu Preisen, Boni und Aktionszeiträumen ohne Gewähr – Details und aktuelle Konditionen findet ihr immer auf der offiziellen Miles & More Seite. Mit Sternchen markierte Links sind Affiliate-Links: Nutzt ihr sie, unterstützt ihr YourTravel.TV, ohne dass es euch etwas kostet. Stand: August 2026.