Seit Frühjahr 2023 verwandelt die Uptrip App eure Bordkarten in digitale Sammelkarten – und die interessanteste Prämie ist längst nicht mehr nur ein Gratis-Voucher. Mit 50 Karten, davon mindestens 40 aus eigenen Flügen, bekommt ihr über Uptrip den Miles & More Frequent Traveller Status, gültig bis Ende Februar 2028. Das entspricht mindestens 20 Flugsegmenten statt der sonst nötigen bis zu 33 Kurzstreckenflüge im Kalenderjahr. Parallel bietet Miles & More gerade eine ganz andere Abkürzung an: den Fast-Lane-Kauf des Status für 650 Euro oder 80.000 Meilen, aber nur bis zum 30. September 2026 und nur bis Ende Februar 2027 gültig.

In diesem Guide zeigen wir euch, wie die Uptrip App funktioniert, welche Prämien es aktuell gibt, wie ihr am günstigsten zum Frequent Traveller Status kommt – und ob sich das im Vergleich zum regulären Weg oder zur Fast Lane überhaupt lohnt. Diesen Beitrag aktualisieren wir laufend, zuletzt im August 2026.

Uptrip App Platzhalterbild 1

Was ist die Uptrip App und wie funktioniert sie?

Uptrip stammt aus dem Lufthansa Innovation Hub und ist offiziell mit Miles & More verknüpft („Powered by Miles & More“). Statt Meilen direkt gutzuschreiben, funktioniert die App über digitale Sammelkarten, die als NFTs auf der Polygon-Blockchain hinterlegt werden. Nach jedem Flug scannt oder ladet ihr eure Bordkarte hoch, entweder direkt in der App, per Foto oder über Ticketnummer und Namen. Wichtig: Das Ticket muss abgeflogen sein, sonst gibt es keine Karte.

Für jedes Flugsegment erzeugt Uptrip vier mögliche Karten:

  • Abflugort (z. B. München)
  • Ankunftsort (z. B. Zürich)
  • Ausführende Airline (z. B. Lufthansa, SWISS oder Air Dolomiti)
  • Flugzeugtyp (z. B. Airbus A320 oder CRJ 900)

Davon dürft ihr zwei auswählen und eurer Sammlung hinzufügen. Ein direkter Hin- und Rückflug ohne Umstieg bringt euch damit zwei Segmente und vier Karten, eine Verbindung mit je einem Umstieg pro Richtung schon vier Segmente und acht Karten.

Entscheidend ist die ausführende Airline, nicht die Buchungsklasse. Ihr könnt also mit einem United-Ticket auf einem Lufthansa-Flug Karten sammeln, mit einem Lufthansa-Ticket auf einem operativen United-Flug jedoch nicht. Selbst mit Meilen gebuchte Prämienflüge zählen für Uptrip-Karten – auf dem regulären Weg zum Status bringen euch Prämienflüge dagegen gar nichts.

Was hat sich seit dem Start 2023 geändert?

Im Herbst 2025 kam mit „dem Mixer“ eine neue Funktion hinzu: Ihr wählt vier Original-Karten aus eurer Sammlung, bezahlt 1,99 Euro und erhaltet dafür vier neue Karten nach dem gleichen Prinzip – zwei City-, eine Airline- und eine Flugzeugkarte, wovon ihr zwei behaltet. Ausgeschlossen sind dabei Sonderkarten wie Welcome- oder Miles & More-Karten sowie bereits getauschte Karten.

Welche Airlines und Kollektionen gibt es aktuell?

Uptrip akzeptiert Bordkarten der Lufthansa Group. Aktuell (Stand August 2026) zählen dazu Air Dolomiti, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Discover Airlines, Edelweiss, Eurowings, ITA Airways, Lufthansa, Lufthansa City und SWISS. Bei der Erstregistrierung dürft ihr außerdem bis zu zwei Bordkarten von Flügen nachtragen, die vor eurer Anmeldung stattgefunden haben – vorausgesetzt, sie liegen nicht länger als zwölf Monate zurück. Auch danach gilt: Ein Flug lässt sich nur innerhalb von zwölf Monaten nach der Reise noch registrieren.

Die Kollektionen selbst wechseln laufend. Die meisten sind auf ein Datum oder eine feste Anzahl an Einlösungen begrenzt und werden danach automatisch eingestellt – dafür kommen regelmäßig neue hinzu.

Welche Prämien bekommt ihr über die Uptrip App?

Die Bandbreite reicht von kleinen Gimmicks bis zu einer der wertvollsten Prämien im ganzen Miles & More Kosmos.

Prämienmeilen

Einige Kollektionen bringen euch zusätzliche Prämienmeilen, gutgeschrieben in eurem Miles & More Konto unter Bezeichnungen wie „Uptrip Aktion“. Bei einem Meilenwert von 2 Cent entspricht das je nach Menge einem Gegenwert von 10 bis 20 Euro – verglichen mit einem direkten Meilenkauf, der oft schon für 1,09 bis 1,75 Cent pro Meile möglich ist, eher ein nettes Extra als eine ernsthafte Sammelquelle.

Statuspunkte

Points und Qualifying Points aus Uptrip-Kollektionen zählen ganz normal in Richtung eures Vielfliegerstatus mit. Legt man 2 Euro pro Qualifying Point als guten Richtwert an, sind 20 beziehungsweise 40 Qualifying Points 40 bis 80 Euro wert. Eine Ausnahme bildet die Kollektion „Ready for Takeoff“: Sie lässt sich nach dem ersten Mal bis zu vier weitere Male nutzen, allerdings gegen eine Gebühr von 19,99 Euro pro Wiederholung.

Lounge Voucher

Ein Lounge Voucher gewährt einer Person einmaligen Zutritt zu einer Airline-Lounge – aber nur zu Lounges derselben Airline: Ein Lufthansa-Voucher funktioniert nicht in einer Austrian-Lounge, obwohl beide zur gleichen Muttergesellschaft gehören. Interessant vor allem für Frequent-Traveller-Status-Inhaber, die als Begleitperson sonst ab 25 Euro für den Loungezutritt zahlen müssten – regulär werden bis zu 50 Euro fällig.

eVoucher

Der wohl wertvollste „kleine“ Preis: eVoucher lassen sich für Upgrades einsetzen, etwa von Economy in die Business Class. Je nach Verfügbarkeit kommen dabei schnell 500 bis 1.000 Euro an Gegenwert zusammen. Wann eine solche Kollektion aktiv ist, lässt sich nicht vorhersagen – ein regelmäßiger Blick in die App lohnt sich.

Fazit zu den kleineren Prämien

Meilen, Statuspunkte, Lounge Voucher und eVoucher machen die Uptrip App zu einem netten Nebenschauplatz für jeden, der ohnehin mit der Lufthansa Group fliegt. Richtig groß wird es aber erst bei einer Prämie: dem Status selbst.

Das ist unser persönlicher Uptrip-Freundschaftscode. Nutzt ihr ihn bei der Anmeldung, bekommt ihr eine Startprämie – und unterstützt gleichzeitig unsere Arbeit. Danke, wenn ihr ihn verwendet!

Wie kommt ihr über Uptrip zum Frequent Traveller Status?

Das ist die wertvollste aller Uptrip-Kollektionen: Für 50 Karten, davon mindestens 40 Original-Karten, bekommt ihr den Miles & More Frequent Traveller Status – aktuell gültig bis Ende Februar 2028. Die restlichen zehn Karten dürfen auch nicht-originale sein, also getauschte oder aus Willkommensaktionen.

Wie viele Flüge braucht ihr wirklich?

Die kursierende Aussage „20 Flüge reichen“ ist nicht ganz präzise. Richtig ist:

  • Ein Direktflug = 1 Segment = 2 Original-Karten
  • Ein direkter Hin- und Rückflug = 2 Segmente = 4 Original-Karten
  • Hin- und Rückflug mit je einem Umstieg = 4 Segmente = 8 Original-Karten
  • Fünf Hin- und Rückflüge mit je einem Umstieg pro Richtung = 20 Segmente = 40 Original-Karten

Wer alle 50 Karten ausschließlich aus eigenen Flügen sammeln will, braucht 25 Segmente. Wer die restlichen zehn über Willkommensaktionen oder den Marktplatz beschafft, kommt mit mindestens 20 Segmenten aus.

Reguläre Qualifikation zum Vergleich

Auf dem klassischen Weg braucht ihr innerhalb eines Kalenderjahres 650 Points und 325 Qualifying Points. Je nach Reiseklasse bedeutet das:

ReiseklasseKontinentalInterkontinental
Economy20 Punkte60 Punkte
Premium Economy20 Punkte80 Punkte
Business40 Punkte200 Punkte
First40 Punkte400 Punkte

Im ungünstigsten Fall braucht ihr dafür rund 33 europäische Kurzstreckenflüge in Economy. Schon vier interkontinentale Business-Class-Segmente reichen dagegen für 800 Points – deutlich mehr als nötig.

Der entscheidende Unterschied: Bei Uptrip zählen alle Segmente gleich, egal ob Kurzstrecke oder Langstrecke, egal welche Buchungsklasse. Ein 40-Euro-Kurzstreckenflug bringt dieselben zwei Karten wie ein Business-Class-Ticket für mehrere Tausend Euro.

Uptrip-Weg, reguläre Qualifikation oder Fast Lane – was lohnt sich?

Miles & More bietet aktuell noch eine dritte Option: den direkten Kauf des Status. Vom 29. Juli bis zum 30. September 2026 können Inhaber einer qualifizierenden Miles & More Kreditkarte – in Deutschland etwa der Gold Credit Card – den Frequent Traveller Status für 650 Euro oder 80.000 Meilen erwerben. Anders als der Uptrip-Weg ist dieser Status allerdings nur bis zum 28. Februar 2027 gültig, also je nach Kaufzeitpunkt nur rund sieben Monate oder weniger.

KriteriumUptripReguläre QualifikationFast Lane (Kauf)
Voraussetzung50 Karten, davon 40 Original650 Points, 325 Qualifying PointsQualifizierende Kreditkarte + 650 € oder 80.000 Meilen
Aufwand20–25 Flugsegmenteje nach Reiseklasse 4–33 Segmentekein Flug nötig
Zeitfensterflexibel, kein Kalenderjahrein Kalenderjahrnur 29.07.–30.09.2026
Prämienflüge nutzbarjanein
Statusgültigkeitbis Ende Februar 2028bis Ende Februar 2028nur bis 28.02.2027
VerfügbarkeitsrisikoKollektion kann enden, aktuell auf 10.000 Einlösungen begrenztdauerhaftzeitlich fest befristet

Rechnerisch ist die Fast Lane bei sieben Monaten Laufzeit die mit Abstand teuerste Variante – umgerechnet knapp 93 Euro pro Monat, wenn man zum Aktionsstart kauft. Wer die 20 bis 25 Flugsegmente ohnehin absolviert oder plant, kommt über Uptrip nicht nur günstiger, sondern auch für ein weiteres Jahr Status ans Ziel.

Fazit zum Statusweg

Uptrip schlägt die Fast Lane fast immer, sobald ihr überhaupt regelmäßig mit der Lufthansa Group fliegt. Nur wer kurzfristig sofort Status-Vorteile braucht und die 20 Segmente auf absehbare Zeit nicht erreicht, sollte den Kauf in Betracht ziehen.

Uptrip Marktplatz und Mixer – Karten tauschen

Fehlen euch einzelne Karten für eine Kollektion, hilft der Uptrip Marktplatz. Dort könnt ihr nach gewünschten Karten suchen, eigene Angebote erstellen oder private Angebote an andere Nutzer senden. Für jeden erfolgreichen Tausch fällt eine Gebühr von 1,99 Euro an – bei größeren Lücken lohnt sich also eine kurze Rechnung, ob der Tausch günstiger ist als ein zusätzlicher Flug.

Wichtig für die FTL-Kollektion: Getauschte Karten zählen immer als Non-Original, selbst wenn sie ursprünglich von einem echten Flug eines anderen Nutzers stammen. Ihr könnt also maximal zehn der 50 benötigten Karten über den Marktplatz oder den Mixer beschaffen.

Was Travel Hacker über Uptrip wissen sollten

Für erfahrene Meilensammler ist der eigentliche Hebel nicht die Prämienmeile, sondern der Statusweg über günstige Kurzstrecken. Da Reiseklasse und Distanz bei Uptrip keine Rolle spielen, ist eine 40-Euro-Economy-Kurzstrecke genauso viel wert wie ein First-Class-Langstreckenflug. Wer über Lufthansa Surprise (Economy-Hin-und-Rückflug ab 109 Euro, zwei Segmente à zwei Karten) oder Eurowings Blind Booking (ab 99 Euro) bucht, kommt auf rund 25 bis 27 Euro pro Karte.

Ein weiterer Hebel: Umsteigeverbindungen statt Direktflüge. Eine Reise von Hamburg über Frankfurt nach Madrid und zurück liefert vier Segmente und acht Karten – ein Direktflug hin und zurück nur vier. Solange der Preisaufschlag für den Umstieg moderat bleibt, verbessert das die Kartenausbeute deutlich. Auch Prämienflüge mit niedrigen Zuzahlungen zählen für Original-Karten – ein Detail, das den Uptrip-Weg von der regulären Qualifikation unterscheidet, bei der Prämienflüge grundsätzlich leer ausgehen.

Stefan Dominik YourTravel.TV

Kuriositäten und Kleingedrucktes

  • Unter 18 Jahren gibt es keinen Status über Uptrip. Nutzer berichten, dass der Uptrip-Support dies auf Nachfrage bestätigt hat, mit Verweis auf interne rechtliche Vorgaben – eine offizielle Begründung dazu gibt es nicht.
  • Bestehender Status schließt die Einlösung aus. Habt ihr bereits einen Vielfliegerstatus, könnt ihr die FTL-Kollektion nicht einlösen – anders als bei der regulären Qualifikation, wo eine Requalifikation jederzeit möglich ist.
  • Die Kollektion lässt sich inzwischen gegen Gebühr erneut freischalten. Ein Nutzer berichtet von einem in der App angezeigten Preis von 299 Euro für die Reaktivierung nach Ablauf des zuvor erhaltenen Status. Uptrip selbst nennt dazu keinen offiziellen Festpreis – der Betrag ist also nur als Erfahrungswert zu verstehen, nicht als garantierter Preis.
  • Beim Mixer sind Sonderkarten tabu. Welcome-, Miles & More- und bereits getauschte Karten dürfen nicht gemixt werden – nur Original-Karten aus echten Flügen.

Wie sind die Erfahrungen mit der App?

Beim Start im April 2023 hagelte es in Vielflieger-Foren zunächst Kritik: Nutzer berichteten von gescheiterten Registrierungen, Timeouts beim Bordkarten-Scan und fehlenden Willkommenskarten trotz erfolgreicher Anmeldung. Ein Nutzer brauchte drei Anläufe für die Registrierung, ein anderer beschrieb den Kartenscan als „Endlosschleife“. Das sind Einzelberichte aus der Launch-Phase und keine Statistik über den heutigen Zustand der App – seither wurden Funktionen wie der Marktplatz und der Mixer nachgerüstet, was auf eine kontinuierlich weiterentwickelte App hindeutet.

Nachteile der Uptrip App

  • Keine Statuspunkte für den Uptrip-Statusweg selbst. Die FTL-Kollektion gibt euch nur den Status, keine zusätzlichen Points oder Qualifying Points – anders als bei einigen kleineren Kollektionen.
  • Ihr müsst euch aktiv kümmern. Jede Bordkarte muss innerhalb von zwölf Monaten registriert werden, sonst verfällt der Anspruch.
  • Verfügbarkeitsrisiko. Kollektionen können jederzeit enden, die FTL-Kollektion ist aktuell auf 10.000 Einlösungen begrenzt.
  • Karten sind nicht beliebig kombinierbar. Wer auf hochwertige Prämien wie eVoucher zielt, braucht oft ein sehr spezifisches, seltenes Flugverhalten – und findet die passende Kollektion möglicherweise gar nicht zum eigenen Reisezeitpunkt.

Für wen lohnt sich die Uptrip App?

  • Vielflieger mit der Lufthansa Group, die ohnehin 20 oder mehr Segmente im Jahr fliegen: Für euch ist der Status über Uptrip praktisch ein Nebenprodukt eurer normalen Reisen.
  • Gelegenheitsreisende ohne Kalenderjahr-Druck, die ihre Flüge über zwei Jahre verteilen: Die reguläre Qualifikation setzt euren Punktezähler jedes Jahr zurück, Uptrip nicht.
  • Prämienflug-Buchende, die sonst leer ausgehen: Nur über Uptrip zählen mit Meilen bezahlte Flüge für den Statusweg.

Weniger geeignet ist Uptrip für alle, die ohnehin interkontinental in der Business Class unterwegs sind – hier ist die reguläre Qualifikation mit wenigen Flügen oft schneller erledigt.

Uptrip App Platzhalterbild 3

Fazit

Für Vielflieger und Gelegenheitsreisende der Lufthansa Group ist die Uptrip App selten ein Nachteil und oft ein klarer Gewinn: Ihr sammelt automatisch Karten für Flüge, die ihr ohnehin unternehmt, und bekommt dafür Prämien, die auf dem regulären Weg gar nicht existieren. Am wertvollsten bleibt der Frequent Traveller Status für 50 Karten, der bei planbarem Reiseverhalten günstiger und länger gültig ist als der Statuskauf über die aktuelle Fast Lane.

Wer die Fast Lane dennoch in Betracht zieht, sollte die Frist im Blick behalten: Das Angebot für 650 Euro oder 80.000 Meilen läuft nur noch bis zum 30. September 2026, danach ist der direkte Statuskauf vorerst wieder Geschichte.

Alle Angaben ohne Gewähr. Der mit Sternchen (*) und im Button gekennzeichnete Link ist unser persönlicher Uptrip-Freundschaftscode – bei Nutzung erhaltet ihr eine Startprämie und unterstützt gleichzeitig unsere Arbeit, danke dafür! Stand: August 2026.

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