American Express Green Card – Das Angebot im Überblick

10.000 Membership-Rewards-Punkte gibt es aktuell für den Abschluss der American Express Green Card, wenn ihr innerhalb der ersten sechs Monate mindestens 2.000 Euro Umsatz mit der Karte macht. Die Jahresgebühr liegt bei 5 Euro pro Monat und entfällt ab dem zweiten Jahr komplett, sobald ihr 9.000 Euro Jahresumsatz erreicht. Eine Zusatzkarte ist inklusive, die Teilnahme am Membership-Rewards-Programm kostet nichts extra.

Dieser Artikel klärt, wie viel die 10.000 Punkte wirklich wert sind, wo die Amex Green im Vergleich zur Blue Card und zur Gold Card steht – und warum ihr den Bonus auf der offiziellen Amex-Seite so nicht findet.

American Express Green Card

Was ist neu bei der American Express Green Card?

Ein Punkt vorweg, weil er in kaum einem Vergleichsartikel steht: Ruft ihr die Amex Green Card direkt über americanexpress.com auf, seht ihr aktuell 40 Euro Startguthaben als Willkommensbonus – keine Punkte. Die 10.000 Membership-Rewards-Punkte, um die es in diesem Artikel geht, sind ein Partnerangebot, das nur über ausgewählte Kooperationen wie unsere läuft. Beide Boni verlangen denselben Mindestumsatz von 2.000 Euro in sechs Monaten, unterscheiden sich aber im Auszahlungsweg. Wer über den Link in diesem Artikel abschließt, bekommt die Punkte-Variante.

Das ist keine Grauzone, sondern bei American Express gängige Praxis: Verschiedene Angebotscodes bringen unterschiedliche Bonusarten. Uns ist wichtig, das offenzulegen, statt einfach die Zahl der Mitbewerber zu übernehmen.

American Express Green Card vs. Blue Card vs. BMW Card

Innerhalb des Amex-Portfolios konkurriert die Green Card direkt mit zwei anderen gebührengünstigen Karten. Die Unterschiede liegen vor allem bei der Sammelrate und der Bedingung fürs Kostenlos-Werden.

MerkmalGreen CardBlue CardBMW Card
Jahresgebühr60 € (5 €/Monat)0 €44 €/Jahr
Kostenlos ab9.000 € Jahresumsatzimmer kostenlos4.000 € Jahresumsatz
Membership Rewardskostenlos inklusive30 €/Jahr extrakostenlos inklusive
Sammelrate1 Pkt/€, mit Turbo 1,5 Pkt/€1 Pkt/€, mit Turbo 1,5 Pkt/€1 Pkt/€ (kein Turbo)
Zusatzkarte1× kostenlos1× kostenlos1× inklusive

Die Zahlen zu Blue und BMW Card sind mit der offiziellen Amex-Seite abgeglichen. Auffällig: Die BMW Card wird zwar schon ab 4.000 statt 9.000 Euro Jahresumsatz kostenlos, dafür fehlt ihr die Möglichkeit, den Membership Rewards Turbo zu aktivieren – die maximale Sammelrate bleibt bei 1 Punkt pro Euro. Für reine Punktesammler bleibt die Green Card damit die konsequentere Wahl der drei Einstiegskarten.

Wie hoch ist die Jahresgebühr der American Express Green Card?

5 Euro im Monat, macht 60 Euro im Jahr. American Express prüft alle 12 Monate euren Kartenumsatz der vorangegangenen 12 Monate: Liegt der bei 9.000 Euro oder mehr, wird euch das komplette Folgejahr erlassen – nicht nur anteilig. Im ersten Jahr zahlt ihr die Gebühr in jedem Fall, unabhängig vom Umsatz.

Die Gebühr könnt ihr monatlich oder – bei manchen Angebotscodes – jährlich zahlen. Wer die Karte vorzeitig kündigt, bekommt zu viel gezahlte Jahresgebühr anteilig zurück; das ist gesetzlich vorgeschrieben.

Wie sammelt ihr mit der Amex Green Punkte und Meilen?

Grundsammelrate: 1 Membership-Rewards-Punkt pro 1 Euro Umsatz. Aktiviert ihr den Membership Rewards Turbo (15 Euro pro Jahr, bis 40.000 Euro Umsatz limitiert), werden daraus 1,5 Punkte pro Euro. Die Punkte lassen sich zu 13 Vielflieger- und mehreren Hotelprogrammen transferieren, darunter Miles & More, British Airways Club, Air France/KLM Flying Blue, Qatar Airways Privilege Club und Singapore Airlines KrisFlyer.

Für die Umwandlung in Miles & More Meilen führt der Weg über Payback: 3 Membership-Rewards-Punkte werden zu 1 Payback-Punkt, der wiederum 1:1 in eine Miles & More Meile wechselt. Mit aktiviertem Turbo kommt ihr so auf effektiv 0,5 Miles & More Meilen je Euro Umsatz – exakt so viel wie mit einer klassischen Miles & More Kreditkarte, nur ohne deren Jahresgebühr im dreistelligen Bereich.

Bei anderen Programmen mit einem Transferverhältnis von 5:4 oder 3:2 kann die effektive Rate mit Turbo bis zu 1,2 Meilen je Euro erreichen.

Fazit zum Sammeln

Ohne Turbo sammelt ihr solide, aber nicht spitze 1 Punkt/Euro. Mit Turbo (15 Euro/Jahr) rechnet sich die Aktivierung ab rund 30 Euro Kartenumsatz im Monat, weil der Mehrertrag an Punkten die Gebühr überkompensiert.

Was bringen euch die 10.000 Punkte konkret?

10.000 Membership-Rewards-Punkte entsprechen – je nach Zielprogramm und Transferverhältnis – zwischen 6.666 und 8.000 Meilen. Konkret heißt das zum Beispiel:

  • British Airways Club: 8.000 Avios – reicht für einen Economy-Oneway Deutschland–London (ca. 6.563 Punkte) mit Reserve für Steuern und Gebühren, oder für einen ordentlichen Teil eines Business-Class-Kurzstreckenflugs.
  • Air France/KLM Flying Blue: 8.000 Meilen – ein Economy-Oneway Deutschland–Paris kostet ab rund 7.500 Meilen.
  • Miles & More: 3.333 Meilen – für sich allein noch kein Prämienflug, aber ein solider Grundstock für die nächste Sammelaktion.

Wer die Punkte konservativ mit 1 bis 2 Cent bewertet, kommt auf einen Gegenwert von 100 bis 200 Euro – schon das gleicht die Jahresgebühr der ersten zwei Jahre mehr als aus.

Alle Vorteile der American Express Green Card

  • Kostenlose Teilnahme am Membership Rewards Programm – bei der Blue Card kostet das 30 Euro extra pro Jahr.
  • Kostenlos ab 9.000 Euro Jahresumsatz – der entscheidende Vorteil gegenüber Blue und BMW Card.
  • Eine kostenlose Zusatzkarte, deren Punkte automatisch eurem Hauptkonto gutgeschrieben werden.
  • Reiseversicherungen inklusive: Verkehrsmittel-Unfallversicherung (bis 225.000 Euro bei Vollinvalidität), 90 Tage Einkaufsschutz gegen Diebstahl und Beschädigung, verlängertes Rückgaberecht, Reisekomfort-Versicherung bei Flugverspätung, Überbuchung, verpasstem Anschluss und Gepäckverspätung (bis 325 Euro ab 48 Stunden Verspätung).
  • Kein festes Kartenlimit – der Verfügungsrahmen richtet sich dynamisch nach eurer Bonität.
  • Apple Pay und Google Pay von Anfang an nutzbar.
Amex Green Card Vorteile

Alle Nachteile der American Express Green Card

Ganz ehrlich: Für 5 Euro im Monat darf man keine Wunder erwarten. Drei Punkte solltet ihr kennen, bevor ihr die Karte im Alltag einsetzt.

  • 2 Prozent Fremdwährungsgebühr – bei jedem Umsatz außerhalb der Eurozone. Für Reisen außerhalb Europas lohnt sich eine zusätzliche, gebührenfreie Kreditkarte.
  • Bargeldabhebung teuer und umständlich: 4 Prozent, mindestens 5 Euro pro Abhebung, dazu eine separate Bonitätsprüfung, bevor überhaupt eine PIN vergeben wird.
  • Geringere Akzeptanz als Visa/Mastercard – deutlich besser als ihr Ruf, aber gerade bei kleinen Händlern im Ausland nicht garantiert.
  • Keine Reiserücktrittsversicherung – anders als die Gold Card. Wer die braucht, muss separat versichern.

Fazit zu den Kosten

Wer die Karte hauptsächlich in Deutschland und im Euroraum einsetzt und den 9.000-Euro-Umsatz erreicht, zahlt effektiv nichts – bei Fremdwährungseinsätzen oder Bargeldbedarf im Ausland kippt die Rechnung schnell.

Amex Green oder doch die Gold Card? Ein Rechenbeispiel

Die American Express Gold Card kostet 20 Euro im Monat – 15 Euro mehr als die Green Card. Dafür gibt es aktuell bis zu 50.000 Membership-Rewards-Punkte Willkommensbonus (Mindestumsatz 5.000 Euro in sechs Monaten) statt 10.000 Punkten, dazu ein Versicherungspaket mit Reiserücktritts- und Auslandskrankenversicherung sowie ein jährliches Guthaben von 430 Euro bei Partnern wie Sixt und Free Now.

Rechnet man nur den Bonus gegen, holt der Punkteunterschied von 40.000 Punkten (bei 1,5 Cent Punktwert: rund 600 Euro) die Mehrgebühr der Gold Card im ersten Jahr locker wieder rein. Wer ohnehin eine Amex-Karte will und den höheren Mindestumsatz stemmen kann, fährt beim Erstantrag meist besser mit der Gold Card – und kann später jederzeit auf die Green Card downgraden, wenn die Zusatzleistungen nicht mehr gebraucht werden. Ein erneuter Willkommensbonus ist dabei sogar möglich, sofern die 18-Monats-Sperrfrist für das jeweilige Kartenprodukt eingehalten wird.

Was Travel Hacker über die Amex Green wissen sollten

Für alle, die bereits eine Amex Gold oder Platinum besitzen und ihren Punktestand aufstocken wollen, ist die Green Card ein einfaches Zweitkarten-Werkzeug: Sie kostet wenig, bringt mit Turbo dieselbe Sammelrate wie die teureren Karten und lässt sich bei Erreichen des Umsatzziels dauerhaft kostenlos halten. Die 18-Monats-Sperrfrist für den Willkommensbonus gilt pro Kartenprodukt – wer in den letzten 18 Monaten keine Green Card hatte, kann also parallel zur Gold Card eine zweite Amex mit eigenem Bonus eröffnen.

Ein Detail aus dem Kleingedruckten: Kündigt ihr die Karte innerhalb der ersten 12 Monate, verfällt der Anspruch auf den Willkommensbonus rückwirkend – außer ihr wechselt auf eine Gold oder Platinum Card. Ein Downgrade von Gold auf Green ist dagegen ausdrücklich als Ausnahme genannt und gefährdet frühere Boni nicht.

Für wen lohnt sich die American Express Green Card?

Die Green Card passt zu drei Profilen:

  • Punktesammlern mit Kostenbewusstsein, die dauerhaft am Membership-Rewards-Programm teilnehmen wollen, ohne eine hohe Jahresgebühr zu tragen.
  • Bestandskunden, die von Gold oder Platinum herunterstufen, aber weiter sammeln wollen.
  • Einsteigern, die zuerst eine Amex-Karte ausprobieren möchten, bevor sie sich für eine teurere Variante entscheiden – wobei sich für Neukunden meist der höhere Bonus der Gold Card mehr lohnt.

Weniger geeignet ist die Karte für alles, was viel Bargeld im Ausland oder Fremdwährungseinsätze außerhalb Europas erfordert.

Voraussetzungen, Antrag und Kündigung

Für den Abschluss braucht ihr ein Mindestalter von 18 Jahren, euren Hauptwohnsitz in Deutschland und ein Euro-Bankkonto in einem SEPA-Land. Ein offizielles Mindesteinkommen kommuniziert American Express nicht – die Entscheidung fällt im Einzelfall.

Die Kündigung ist jederzeit mit einer Frist von einem Monat möglich, American Express selbst kann mit zwei Monaten Frist kündigen. Vor der Kündigung solltet ihr eure Punkte zu einem Vielfliegerprogramm transferieren, da sie sonst mit dem Konto verfallen können.

Fazit: Lohnt sich die American Express Green Card?

Für Vielsammler mit hohem Ehrgeiz ist die Green Card nicht die erste Wahl – dafür fehlen ihr Lounge-Zugang, umfangreiche Versicherungen und ein wirklich großer Bonus. Wer aber dauerhaft und günstig am Membership-Rewards-Programm teilnehmen will, bekommt mit 60 Euro Jahresgebühr (erlassbar ab 9.000 Euro Umsatz) und aktuell 10.000 Punkten über unser Partnerangebot ein solides Werkzeug.

Neukunden ohne bestehende Amex fahren wegen des höheren Bonus in der Regel besser mit der Gold Card und wechseln bei Bedarf später zur Green Card. Bestandskunden, die von Gold oder Platinum herunterstufen wollen, oder alle, die eine zweite, günstige Amex-Karte für zusätzliche Punkte suchen, sind bei der Green Card richtig aufgehoben.

Läuft bei euch demnächst eine andere Amex-Aktion aus oder überlegt ihr einen Kartenwechsel? Schreibt es uns in die Kommentare – wir schauen uns eure Situation gerne genauer an.

Alle Angaben ohne Gewähr. Für mit einem Sternchen (*) markierte Links erhalten wir bei erfolgreichem Abschluss eine Provision, ohne dass euch dadurch Mehrkosten entstehen. Die 10.000 Membership-Rewards-Punkte sind ein Partnerangebot, das von der auf der offiziellen Amex-Seite angezeigten Standardaktion (40 Euro Startguthaben) abweicht. Stand: August 2026.