Als wir in der Story auf Instagram gepostet hatten, wir fliegen mit der Emirates First Class von Dubai nach Frankfurt, kam ein interessantes Feedback. Momentan, also September 2020, würde sich aufgrund der Einschränkungen die First Class doch gar nicht lohnen. Jedoch welche Änderungen gab es bei der Emirates First Class und worauf müssen wir verzichten? Ein interessanter sechs Stunden Flug und die Meilen haben sich unserer Ansicht nach gelohnt.

Emirates First Class Lounge Dubai

Eigentlich betreibt Emirates am Dubai International Airport im Terminal 3 eine imposante First Class Lounge. Einmal hatten wir 24 Stunden am Flughafen verbracht und dank des First Class Tickets, konnten wir beliebig oft die Lounge besuchen. Aufgrund der niedrigeren Passieranzahl gibt es am Flughafen die erste Änderung. Während beim Checkin noch fast alles wie gewöhnlich lief, ist die Emirates First Class Lounge in die Business Class Lounge integriert. Allerdings erstmal eine Info vorab: Es wird bei unserem Flug im September 2020 ein negatives PCR-Testergebnis verlangt, welches ausgedruckt vorliegen muss. Die digitale Form wird nicht akzeptiert, jedoch hilft jedes Hotel gerne weiter.

Weiter geht es zur Lounge, dort werden wir von Emirates Mitarbeitern in den First Class Bereich eskortiert. An der Champagnerbar finden wir unseren Tisch und können ganz First Class mäßig a la carte bestellen. Hier hat sich wenig geändert, das Angebot entspricht dem wie wir es schon kennen. Auch ist der Bereich großzügig ausgelegt, die Lounge ist vielleicht zu 10% gefüllt. Neben einem reichhaltigen Angebot an Getränken und Speisen ist eine 15 Minuten SPA-Behandlung inkludiert. Dafür jedoch haben wir leider keine Zeit.

Emirates First Class in Zeiten von Corona

Eine wahre Premiere erleben wir beim Boarding. Zunächst dachten wir, wir wären viel zu früh dran, dem war aber nicht so. Schlichtweg waren schon viele Gäste zugestiegen und andere folgten nach und nach. Mit nur fünf weiteren Fluggästen sind wir beim Boarding, wo übrigens wiederholt der negative PCR-Test kontrolliert wird! Anschließend an Board die freundliche Begrüßung in bekannter Schutzkleidung der Flugbegleiter. Während der Welcomedrink noch standesgemäß serviert wird, verzichtet Emirates auf den arabischen Kaffee. Schlafanzug und Slipper gibt es auf Wunsch, ein Amenity Kit gibt es leider nicht. Jedoch steht alles was man braucht verpackt zur Verfügung, der erste Verzicht ist somit der Kaffee und das Amenity Kit.

Einzige Änderung die wir wahrnehmen ist die Art dessen, wie man nun in der First Class speisen wird. Auf einen imposant gedeckten Tisch mit Salz- und Pfeffermühlen wird verzichtet. Die Gerichte kommen auf einem Tablett und da fehlt nichts, was es bisher auch gab. Vom Kaviar Service bis zum Nachtisch ist alles wie gehabt, nur eben vom Tablett. Zudem fragen die FlugbegleiterInnen ob die Deckel abgenommen werden dürfen oder wird die Abdeckungen selbst entfernen möchten. Somit wird der Kontakt zum Fluggast und zu den Speisen minimiert. Eine Sicherheitsmaßnahme mit der wir leben können. Letztendlich ist der Service und das Essen genau so wie immer, nur anders angerichtet.

Gebucht haben wir diesen Flug mit unseren American Express Membership Rewards Punkten, welche wir im Verhältnis 5:4 in das Emirates Vielfliegerprogramm transferiert haben. Der Flug in der First Class nach Dubai und zurück kostet dann pro Strecke 67.500 Skywards Meilen und 140€ Steuern und Gebühren.

84.000 Punkte für die Amex Platinum noch:

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Unser Fazit

Eigentlich sollte wir es wissen und nicht nur die Corona Pandemie zeigt uns, es kann schnell zu Ende sein oder sich enorm etwas ändern. Wenn wir nächstes Jahr den Impfstoff haben und auf dem Rückweg einen Unfall erleiden, der unser Leben für immer verändern wird sind wir froh, noch das erlebt zu haben, was wir auch während der Pandemie gemacht haben. Dabei keinen gefährdet und auch uns nicht in Gefahr gebracht. Somit sind für uns die Meilen sinnvoll investiert und wir als Reisende sind dankbar, das erleben zu dürfen. Sicherheit geht vor und Emirates macht das Beste draus. Schließlich ist das Schreibset und die Cremes verpackt zum Mitnehmen genauso wie die gefüllte Bar am Platz vorhanden gewesen. Ein Konzept, mit dem wir für eine begrenzte Zeit leben können. Wir wissen nämlich nie, wie viel Zeit wir noch haben und ob wir das jemals wieder tun können.