Die Miles & More Gold Kreditkarte Aktion im Herbst 2026 ist die stärkste seit dem Wechsel zur Deutschen Bank. Statt der regulären 4.000 Meilen gibt es bis zum 30.11.2026 satte 20.000 Meilen für die private Karte. Die Business-Variante legt mit 50.000 Meilen noch eine Schippe drauf.

Dazu kommen jeweils 4 Business Lounge Voucher und 40 Points für euren Status. Die Karte kostet 11,50 Euro im Monat, im ersten Jahr also 138 Euro. Parallel laufen zwei weitere Aktionen: 4-fache Meilen auf Umsätze außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums bis 30.11. und ein Mastercard Gewinnspiel mit monatlich 1 Million Meilen, das schon am 31.10.2026 endet.

Wir klären, wer den Bonus bekommt und wer leer ausgeht. Außerdem rechnen wir vor, ab welchem Meilenwert sich das erste Jahr trägt, und zeigen, was die Versicherungen tatsächlich leisten. Dazu kommt, wo ihr mit Marriott und Avis zusätzlich profitiert.

Miles & More Gold Credit Card – Platzhalter

Was bringt die Miles & More Gold Kreditkarte Aktion im Herbst 2026?

Die Miles & More Gold Kreditkarte Aktion gilt für Anträge vom 01.10. bis 30.11.2026. Entscheidend ist der Antrag im Aktionszeitraum. Die Karte muss danach erfolgreich ausgestellt werden, wann genau, spielt keine Rolle.

MerkmalGold privatGold Business
Willkommensmeilen20.00050.000
Business Lounge Voucher44
Points4040
Monatspreis11,50 Euro11,50 Euro
Reguläre Sammelrate1 Meile je 2 Euro1 Meile je 1 Euro
Aktion außerhalb EWR4 Meilen je 2 Euro4 Meilen je 1 Euro
Für wenPrivatkundenSelbstständige, Freiberufler, Firmen

Für beide Karten gilt: Antrag bis 30.11.2026, 12 Monate Mindestlaufzeit, kein Vielfliegerstatus bei Antragstellung.

Die Business-Karte ist doppelt stark. Sie bringt 2,5-mal so viele Willkommensmeilen und sammelt im Alltag doppelt so schnell – bei identischem Preis. Wer als Selbstständiger oder Freiberufler berechtigt ist, sollte deshalb ernsthaft zur Business-Variante greifen.

Was steht im Kleingedruckten?

Die Bedingungen sind klarer als bei manch früherer Aktion, haben aber ein paar Haken:

  • Mindestvertragsdauer 12 Monate: Kündigt ihr oder wechselt ihr das Kartenprodukt im ersten Jahr, werden Meilen und Points wieder abgezogen. Ein Statuswechsel ist davon ausgenommen.
  • Keine Kombination mit Vorteilen aus anderen Werbeaktionen.
  • Karte muss aktiv sein: Zum Zeitpunkt der Gutschrift und der Voucher-Zustellung muss eure Karte laufen.
  • Voucher kommen spät: Die Zustellung erfolgt spätestens 8 Wochen nach Aktionsende in die Inbox eures Miles & More Kontos. Wer am 30.11. beantragt, wartet also im schlimmsten Fall bis zum 25.01.2027.

Die Lounge Voucher sind 12 Monate ab Zustellung gültig und nicht übertragbar. Ihr braucht ein gültiges Ticket der Lufthansa Group, dazu zählen Lufthansa, SWISS, Austrian, Brussels, Eurowings, Discover, Edelweiss, ITA Airways, Air Dolomiti und Lufthansa City Airlines. Am Eingang zeigt ihr Bordkarte und Voucher vor.

Wer bekommt den Bonus – und wer geht leer aus?

Den Willkommensbonus erhält, auf wen in den letzten 12 Monaten keine Miles & More Kreditkarte der Deutschen Bank ausgestellt war. Das ist eine wichtige Formulierung. Wer früher eine Karte der DKB hatte und den Wechsel zur Deutschen Bank nicht mitgemacht hat, gilt nach dieser Bedingung als Neukunde.

Ein Upgrade von der Blue auf die Gold bringt dagegen keinen Bonus. Beide Karten stammen von der Deutschen Bank, und ein Produktwechsel ist ausdrücklich kein Neuabschluss.

Die zweite Hürde trifft viele Vielflieger: Bei Antragstellung darf kein Vielfliegerstatus bestehen. Frequent Traveller, Senatoren und HON Circle Member bekommen weder die Meilen noch die Voucher. Das gilt auch für die Business-Karte, selbst wenn der Status auf der privaten Seite liegt. Für Statuskunden gibt es eigene Statuskarten, die Frequent Traveller Card kostet laut Preisverzeichnis 5,41 Euro im Monat, die Senator Card ist kostenlos.

Paradox, aber konsequent: Wer viel fliegt, profitiert von der besten Aktion des Jahres am wenigsten.

Lohnt sich die Lufthansa Kreditkarte schon im ersten Jahr?

Rechnen wir es durch. Die Lufthansa Kreditkarte kostet im ersten Jahr 138 Euro, mehr müsst ihr wegen der Mindestlaufzeit nicht einplanen. Eine Miles & More Meile bewerten wir vorsichtig mit 1 bis 2 Cent, je nachdem, ob ihr Economy-Prämien bucht oder Business Class auf der Langstrecke.

Privat: 20.000 Meilen entsprechen 200 bis 400 Euro. Schon bei 1 Cent pro Meile bleiben nach der Jahresgebühr 62 Euro Plus – ohne einen einzigen Lounge-Besuch und ohne eine Versicherungsleistung.

Business: 50.000 Meilen entsprechen 500 bis 1.000 Euro. Abzüglich 138 Euro bleiben selbst konservativ gerechnet 362 Euro Plus.

Um 20.000 Meilen regulär über Umsatz zu sammeln, müsstet ihr mit der privaten Karte 40.000 Euro ausgeben. Mit der Business-Karte wären es für 50.000 Meilen ebenfalls 50.000 Euro Umsatz. Der Willkommensbonus ersetzt also mehrere Jahre normale Kartennutzung.

Hinzu kommen die 4 Lounge Voucher. Wie viel sie euch wert sind, hängt davon ab, ob ihr ohnehin Economy mit der Lufthansa Group fliegt. Für eine Familie auf dem Weg in den Urlaub sind vier Zugänge schnell verbraucht.

Fazit zur Rechnung

Die Aktion rechnet sich im ersten Jahr für beide Varianten, und zwar schon bei sehr vorsichtiger Meilenbewertung. Ob sich die Karte ab dem zweiten Jahr lohnt, entscheidet sich an Versicherungen, Marriott und Avis. Dazu gleich mehr.

Was Travel Hacker wissen sollten: Wie holt ihr mit den 4-fachen Meilen mehr raus?

Parallel zur Willkommensaktion laufen bis 30.11.2026 4-fache Meilen auf Kartenumsätze außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums. Mit der privaten Gold gibt es dann 4 Meilen je 2 Euro, mit den geschäftlichen Karten sogar 4 Meilen je 1 Euro.

Der Haken, den kaum jemand erwähnt: Die Aktion muss einmalig im Kreditkarten-Banking aktiviert werden, und zwar bis spätestens 29.11.2026, 23:59 Uhr. Umsätze vor der Aktivierung zählen nicht, rückwirkend gibt es nichts. Für Neukunden heißt das: Sobald die Karte ausgestellt ist, sofort anmelden. Bis dahin vergehen erfahrungsgemäß einige Tage bis Wochen, wer erst Ende November beantragt, sieht von den 4-fachen Meilen möglicherweise nichts mehr.

Spannend ist die Länderliste. Ausgeschlossen sind die EWR-Staaten, also die EU plus Island, Liechtenstein und Norwegen. Die Schweiz, Großbritannien und die Türkei stehen nicht auf der Liste – Umsätze dort zählen also.

Gegen das Auslandseinsatzentgelt von 1,95 % gerechnet sieht das so aus: 1.000 Euro Umsatz in Franken kosten euch 19,50 Euro Gebühr. Privat bekommt ihr dafür 2.000 Meilen, also rund 1 Cent pro Meile. Mit der Business-Karte sind es 4.000 Meilen für dieselbe Gebühr, das macht etwa 0,5 Cent pro Meile. Ein klarer Gewinn, wenn ihr ohnehin in der Schweiz oder in London unterwegs seid.

Noch besser wird es dort, wo außerhalb des EWR mit Euro bezahlt wird, etwa in Montenegro, im Kosovo oder in Andorra. Euro-Umsätze kosten laut Preisverzeichnis kein Auslandseinsatzentgelt. Ein Garantieschein ist das allerdings nicht: Wie ein Händler abgerechnet wird, hängt von seinem Zahlungsdienstleister ab.

Ausgeschlossen sind Überweisungsservice, Bargeld, Bankentgelte und Zahlungen, deren erkennbar einziger Zweck das Meilensammeln ist. Stornierte Umsätze bringen ebenfalls nichts. Die MyFlex Card nimmt nicht teil.

Mastercard Gewinnspiel: Nur noch bis 31.10.2026

Zum Jubiläum von Mastercard und Lufthansa werden jeden Monat 1 Million Meilen und 160 x 160.000 Meilen verlost. Teilnehmen könnt ihr mit jeder in Deutschland ausgegebenen Mastercard, die unter miles.mastercard.com registriert ist. Jede Zahlung zählt als Los. Kostet nichts und dauert zwei Minuten – also registrieren, bevor der Oktober vorbei ist.

Welche Versicherungen stecken in der Miles & More Gold Kreditkarte?

Neben dem Meilenschutz ist das Versicherungspaket der wichtigste Grund, die Gold statt der günstigeren Blue zu nehmen. Versicherer ist die AWP P&C S.A., also Allianz Partners. Wir haben uns die offizielle Versicherungsbestätigung genau angesehen.

VersicherungMaximale LeistungSelbstbeteiligungKarteneinsatz nötig?
Reiserücktritt und Reiseabbruch5.000 Euro je Reise10 %, mind. 100 EuroJa, vollständig
Reise-Krankenversicherung (nur Ausland)unbegrenztkeineNein
Mietwagen-Zusatzversicherung75.000 Euro je Mietzeitraum200 EuroJa, vollständig

Dazu kommen ein 24-Stunden-Assistance-Service und ein Telemedizin-Service im Ausland, bei dem ihr per Video mit einem Arzt sprecht.

Reiserücktritt und Reiseabbruch

Die Versicherung zahlt Stornokosten bis 5.000 Euro je Reise, wenn ihr wegen Krankheit, Unfall, Todesfall in der Familie oder einem anderen versicherten Ereignis nicht reisen könnt. Bricht eure Reise ab, gibt es den Anteil der ungenutzten Leistungen zurück. Müsst ihr länger bleiben, übernimmt sie bis 500 Euro pro Tag für maximal 10 Tage.

Voraussetzung: Die Reise muss vollständig mit der Karte bezahlt sein. Habt ihr Flug mit der Karte, Hotel aber bar bezahlt, ist nur der Flug versichert. Gut zu wissen: Auch Zahlungen über PayPal mit Belastung der Kreditkarte aktivieren den Schutz. Bei Hotels oder Mietwagen, die erst vor Ort bezahlt werden, reicht die hinterlegte Karte mit schriftlicher Bestätigung.

Versichert sind neben euch auch Partner mit gemeinsamem Wohnsitz und Kinder bis zum 25. Geburtstag. Der Punkt, den kaum jemand kennt: Zusätzlich sind bis zu vier Nichtangehörige mitversichert, wenn sie gemeinsam mit euch buchen und reisen. Der Kurztrip mit Freunden ist also abgedeckt.

Wichtig ist die 48-Stunden-Frist. Tritt ein versichertes Ereignis ein, müsst ihr innerhalb von 48 Stunden stornieren. Wer abwartet, ob die Erkältung bis zum Abflug wieder weg ist, bleibt auf den höheren Stornokosten sitzen.

Auslandsreise-Krankenversicherung

Hier ist die Gold Karte richtig stark: Behandlungskosten im Ausland sind unbegrenzt versichert, ebenso Notfall- und Krankenrücktransport. Such- und Rettungskosten übernimmt die Versicherung bis 10.000 Euro. Der Schutz gilt unabhängig vom Karteneinsatz für Reisen bis 90 Tage.

Ausland heißt hier: jedes Land, in dem ihr keinen ständigen Wohnsitz habt. In Deutschland greift die Versicherung also nicht.

ITA Airways

Mietwagen-Zusatzversicherung

Beschädigung und Diebstahl des Mietwagens sind bis 75.000 Euro abgesichert, bei 200 Euro Selbstbeteiligung. Die Anmietung darf maximal 30 Tage dauern und muss vollständig mit der Karte bezahlt sein. Alle Fahrer im Mietvertrag ab 21 Jahren sind versichert.

Eine Haftpflicht ersetzt das nicht, die müsst ihr beim Vermieter mitbuchen. Ausgeschlossen sind außerdem Carsharing, Transporter, Wohnmobile, Geländewagen, Fahrzeuge über zehn Jahre und Autos mit mehr als sieben Sitzen.

Was im Kleingedruckten steht

Drei Details aus den Bedingungen, die ihr kennen solltet:

  • Prämienflüge sind nur teilweise versichert. Storniert ihr einen mit Meilen gebuchten Flug, erstattet die Reiserücktrittsversicherung nur die nicht erstattbaren Steuern, Gebühren und Zuschläge. Für Meilensammler, die viel mit Prämien reisen, ist das eine echte Einschränkung.
  • Jaguar und Corvette fliegen raus. Neben Ferrari, Lamborghini, Bentley und Rolls-Royce sind ausdrücklich auch Jaguar, Corvette und Maserati ausgeschlossen. Wer in den USA ein Corvette Cabrio mieten will, sollte die Vollkasko beim Vermieter nehmen – kurios, aber so steht es in den Bedingungen.
  • Business-Karte gilt nur geschäftlich. Mit der Gold Business seid ihr ausschließlich auf Geschäftsreisen versichert. Dafür sind bis zu fünf Personen inklusive Angestellten mitversichert. Mit der privaten Gold sind dagegen alle Reisen abgedeckt, auch dienstliche.

Wer die Selbstbeteiligungen loswerden will, kann das Versicherungs-Upgrade Gold für 5,90 Euro im Monat dazubuchen. Dann entfällt die Selbstbeteiligung bei Reiserücktritt und Mietwagen vollständig.

Fazit zu den Versicherungen

Die unbegrenzte Auslands-Krankenversicherung ohne Karteneinsatz ist das Highlight. Reiserücktritt und Mietwagen sind solide, aber nur bei vollständiger Kartenzahlung. Wer viel mit Meilen fliegt, darf vom Rücktrittsschutz für Prämienflüge nicht zu viel erwarten.

Was bringen Marriott Bonvoy Silver Elite und Avis Preferred Plus?

Zwei Partnervorteile machen die Gold Karte für Reisende interessanter, als es der Preis vermuten lässt.

Marriott Bonvoy Silver Elite Status

Inhaber der Miles & More Gold Credit Card und der Gold Business erhalten laut Marriott den Marriott Bonvoy Silver Elite Status, solange die Karte läuft. Automatisch passiert das nicht: Ihr müsst euch registrieren und euer Miles & More Konto mit dem Marriott Bonvoy Konto verknüpfen.

Silver Elite bringt unter anderem einen Punktebonus auf Aufenthalte und einen späteren Check-out nach Verfügbarkeit. Spannender ist der Fast Track zum Gold Elite Status: Nach übereinstimmenden Angaben mehrerer Vergleichsportale erreicht ihr ihn mit 8 bezahlten Nächten innerhalb von 90 Tagen nach der Registrierung, die bis 16.09.2027 möglich ist. Regulär braucht ihr für Gold Elite 25 Nächte im Jahr.

Die Blue und die MyFlex Card berechtigen nicht zum Marriott Status. Für Hotelsammler ist das einer der klarsten Unterschiede zwischen Gold und Blue.

Le Méridien Bangkok

Avis Preferred Plus und 5 Meilen je Euro

Bei Avis sammelt ihr mit der Gold Karte nach übereinstimmenden Angaben 5 Meilen je Euro, mindestens aber 1.000 Meilen pro Anmietung. Dazu kommen bis zu 30 % Rabatt und der Avis Preferred Plus Status für 12 Monate. Die Vorteile gibt es nur bei Buchung über die spezielle Miles & More Seite von Avis.

Zusammen mit der Mietwagen-Zusatzversicherung ergibt das ein rundes Paket: Ihr bucht günstiger, sammelt das Zehnfache der normalen Sammelrate und seid bei Schäden bis 75.000 Euro abgesichert. Prüft vor der Buchung trotzdem den Endpreis, denn Avis ist auch mit Rabatt nicht immer der günstigste Anbieter.

Welche Vorteile hat die Gold Karte außerdem?

Meilenschutz: Solange die Karte gültig ist, verfallen eure Miles & More Meilen nicht, ganz ohne Mindestumsatz. Ohne Karte und ohne Status verfallen Meilen nach 36 Monaten. Für alle, die über Jahre auf einen Business-Class-Flug sparen, ist das bares Geld.

Meilen in Points umwandeln: Einmal im Jahr könnt ihr Prämienmeilen aus Kartenumsätzen in Points und Qualifying Points tauschen. Willkommens- und Aktionsmeilen sind davon ausgenommen. Wer im Dezember knapp an der Statusgrenze scheitert, hat hier einen Rettungsanker.

2,10 % Guthabenzinsen: Bis 30.11.2026 verzinst die Deutsche Bank Guthaben auf dem Kartenkonto mit 2,10 % pro Jahr. Die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben.

Zwei Abhebungen gratis: Die ersten zwei Bargeldabhebungen pro Jahr an Automaten außerhalb Deutschlands sind ohne Transaktionsentgelt. Das Auslandseinsatzentgelt bei Fremdwährung bleibt allerdings.

Wolt+ und App: Gold-Inhaber nutzen Wolt+ ohne Grundgebühr, das Banking läuft direkt in der Miles & More App. Apple Pay und Google Pay funktionieren ebenfalls.

Mehr zu allen Änderungen seit dem Wechsel zur Deutschen Bank lest ihr in unserem Überblick zur Lufthansa Miles & More Kreditkarte 2026.

Was kostet die Miles & More Gold Kreditkarte?

PostenPreis
Hauptkarte11,50 Euro/Monat (138 Euro/Jahr)
Partnerkarte7,90 Euro/Monat (94,80 Euro/Jahr)
Zahlungen in Fremdwährung1,95 %
Bargeld2 %, mind. 5 Euro
Sollzins Teilzahlung10,05 % p. a.
Überweisungsservice2,5 % vom Betrag
Versicherungs-Upgrade Gold5,90 Euro/Monat

Bei Bargeld außerhalb des EWR oder in Fremdwährung kommen zu den 2 % noch einmal 1,95 % hinzu. Das tägliche Bargeldlimit liegt bei 1.000 Euro. Alle Preise stammen aus dem offiziellen Preis- und Leistungsverzeichnis, Stand Juli 2026.

Ein Wort zum Überweisungsservice: Ihr bekommt dafür zwar 1 Meile je Euro, zahlt aber 2,5 % Gebühr. Das sind 2,5 Cent pro Meile – teurer, als jede Meile wert ist. Lasst die Finger davon.

Fazit zu den Kosten

138 Euro im Jahr sind für eine Karte mit dieser Versicherung fair, aber kein Schnäppchen. Teuer wird es nur, wenn ihr den Überweisungsservice nutzt, die Rechnung in Raten zahlt oder regelmäßig in Fremdwährung abhebt.

Gold oder Blue – welche Miles & More Kreditkarte passt zu euch?

MerkmalGoldBlue
Monatspreis11,50 Euro5,50 Euro
Bonus in dieser Aktion20.000 Meilen + 4 Vouchernicht Teil der Aktion
Sammelrate1 Meile je 2 Euro1 Meile je 2 Euro
MeilenschutzJaJa
ReiseversicherungenJaNein
Marriott Silver EliteJaNein
2 Abhebungen ohne EntgeltJaNein

Die Gold kostet 6 Euro mehr im Monat, also 72 Euro im Jahr. Beim Meilensammeln und beim Meilenschutz sind beide Karten gleich. Für den Aufpreis bekommt ihr Versicherungen, Marriott Status und die Avis-Vorteile.

Wer einmal im Jahr eine Fernreise macht, holt den Aufpreis mit der Auslands-Krankenversicherung allein fast wieder rein. Eine separate Jahrespolice kostet oft eine ähnliche Summe. In diesem Herbst ist die Frage aber ohnehin leicht zu beantworten: Die Aktion gilt nur für die Gold. Nehmt die Gold für ein Jahr mit, und entscheidet danach, ob ihr auf die Blue wechselt.

Die Nachteile: Wo die Gold Karte schwächelt

Schwache Sammelrate: Als reine Meilenmaschine ist die private Karte mit 0,5 Meilen je Euro nicht konkurrenzfähig. Wer im Alltag viele Meilen sammeln will, kommt mit einer American Express Gold Card oder der Amex Platinum über Membership Rewards deutlich schneller voran. Wofür die Miles & More Gold trotzdem taugt: Mastercard wird fast überall akzeptiert, wo die Amex scheitert, und der Meilenschutz ist umsatzunabhängig. Unsere Empfehlung ist deshalb, zweigleisig zu fahren.

Fremdwährung kostet: 1,95 % auf jeden Umsatz außerhalb des Euro. Für Reisen in die USA oder nach Asien ist die Karte kein idealer Begleiter, die 4-fach-Aktion gleicht das nur bis Ende November aus.

Selbstbeteiligungen: 200 Euro beim Mietwagen und mindestens 100 Euro beim Reiserücktritt bleiben an euch hängen, solange ihr kein Upgrade bucht.

Kein dauerhafter Loungezugang: Die 4 Voucher sind ein Aktionsbonus. Regulär hat die Gold Karte keinen Loungezugang und keinen Priority Pass.

Holpriger Service: In Kommentarspalten berichten Neukunden immer wieder von sehr niedrigen Verfügungsrahmen von 500 bis 1.000 Euro, die sich online kaum erhöhen lassen. Dazu kommen Probleme bei der Legitimation und lange Warteschleifen. Das sind Einzelberichte und keine Statistik. Sie häufen sich aber genug, dass wir sie nicht unterschlagen wollen.

Für wen lohnt sich die Miles & More Gold Kreditkarte Aktion?

Unbedingt zugreifen solltet ihr, wenn ihr selbstständig oder freiberuflich arbeitet. 50.000 Meilen für 138 Euro sind ein Rekordbonus, und die Business-Karte sammelt danach doppelt so schnell.

Sehr lohnend ist die private Gold für alle ohne Status, die Miles & More Meilen langfristig sammeln und vor dem Verfall schützen wollen. Ebenso für Reisende, die die Versicherungen wirklich nutzen.

Interessant ist die Karte für Hotelsammler, die über den Marriott Fast Track zu Gold Elite wollen, und für alle, die regelmäßig Mietwagen bei Avis buchen.

Nichts für euch ist die Aktion, wenn ihr bereits Status bei Miles & More habt oder in den letzten 12 Monaten eine Miles & More Karte der Deutschen Bank hattet. Auch wer keine 12 Monate durchhalten will, lässt es lieber.

Wie beantragt ihr die Karte – und worauf achtet ihr beim Kündigen?

Der Antrag läuft online über die Seite der Miles & More Kreditkarte. Ihr meldet euch mit euren Miles & More Zugangsdaten an, gebt eure Daten und Einkünfte an und legitimiert euch per Video- oder Online-Ident. Ihr müsst volljährig sein und die Bonitätsprüfung bestehen. Für die Business-Karte braucht ihr einen Nachweis eurer Selbstständigkeit.

Direkt nach Ausstellung der Karte erledigt ihr zwei Dinge: die 4-fach-Meilen-Aktion aktivieren und den Marriott Status registrieren. Wer noch im Oktober beantragt, registriert die Karte zusätzlich für das Mastercard Gewinnspiel.

Beim Kündigen gilt die 12-Monats-Grenze. Kündigt ihr früher oder wechselt auf die Blue, sind Meilen und Points weg. Da die Gebühr monatlich abgerechnet wird, könnt ihr nach dem ersten Jahr ohne Restlaufzeit aussteigen. Denkt aber daran: Mit der Kündigung enden sofort alle Versicherungen, und eure Meilen sind nicht mehr vor dem Verfall geschützt.

Gerade beim Meilenschutz lohnt sich deshalb eher der Wechsel auf die Blue als die Kündigung, sofern ihr kein großes Meilenpolster in den nächsten Monaten einlöst.

Fazit: Miles & More Gold Kreditkarte Aktion – unser Urteil

Die Miles & More Gold Kreditkarte Aktion ist die beste Gelegenheit seit dem Wechsel zur Deutschen Bank. Unsere Empfehlung nach Lesertyp:

  • Selbstständige und Freiberufler: Gold Business beantragen. 50.000 Meilen sind ein Rekord.
  • Meilensammler ohne Status: Gold privat mitnehmen, nach 12 Monaten über Blue oder Kündigung neu entscheiden.
  • Vielreisende ohne Status: Gold privat wegen Versicherung, Marriott und Avis – auch langfristig.
  • Statuskunden: Finger weg, der Bonus gilt für euch nicht.

Diese Fristen solltet ihr im Blick behalten: Das Mastercard Gewinnspiel endet am 31.10.2026. Die 4-fachen Meilen müsst ihr bis 29.11.2026, 23:59 Uhr, aktivieren. Der Antrag für den Willkommensbonus muss bis 30.11.2026 gestellt sein, ebenso endet der Guthabenzins von 2,10 %.

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