Was uns erwartet bei Aeroflot war uns nicht klar und machte uns neugierig. Deshalb buchten wir einen Kurzstreckenflug sowie die Langstrecke mit der Aeroflot Business Class von Warschau nach Moskau und von Moskau nach Seoul. Dabei kommt von Moskau nach Seoul die Aeroflot Business Class in deren A330-300 zum Einsatz. Immerhin sind acht Stunden Flugzeit kalkuliert, wollen wir doch mal sehen, was uns erwartet.

Registriernummer: VQBMY
Erster Flug: 22.03.2012

Groundservice

Vom Zubringerflug aus Warschau kommen wir am Flughafen Moskau-Scheremetjewo an und müssen noch einmal durch eine Sicherheitskontrolle. Dort allerdings herrscht Chaos und Unordnung. Alle Menschen sämtlicher Nationen stehen ungeordnet vor einer Doppeltür, hinter der sich zwei Personenscanner und zwei Röntgenmaschinen befinden. Bestenfalls versucht man sich ungeachtet aller Regeln nach vorne zu schieben, ansonsten tun das garantiert andere. Stark bleiben und seine Kinderstube vergessen heißt es und schon kommt man dran, stören tut das Verhalten keinen. Weiter geht es zur Aeroflot Business Class Lounge. Einen Platz finden wir und viele andere Gäste nicht, man kann auch stehen. Letztendlich fragen wir zwei nette russische Damen ob wir uns dazusetzen dürfen, was die beiden sichtlich freut und bejaht wird. Angeboten wird so gut wie alles, viele warme und kalte Speisen, sowie Getränke jeglicher Art. Lediglich den Kaviar gilt es zu bezahlen, was auch sonst – schön ist, dass er angeboten wird.

Boarding

Wer zu spät kommt… So auch beim Boarding, denn wie ihr wisst, wir wollen die ersten sein, um zumindest kurz und fix ein paar Bilder und Szenen der leeren Kabine für euch aufnehmen zu können. Pustekuchen in Moskau, wir waren früher da, allerdings hat das Boarding schon begonnen. Per Bus und da ist die Spannung immer, ob die Business Class Gäste wirklich separat hingefahren werden. Wir können es euch nicht sagen, steigen also zu und etliche Gäste sind schon an Board. Da allerdings gibt es einen Welcome Drink, inklusive sehr freundlicher Begrüßung an Board.

Aeroflot Business Class A330 Kabine

Entsprechend unseren Erwartungen haben wir die Aeroflut Business Class in Version 2 derer A330. Bedeutet im Klartext eine 2-2-2-2 Konfiguration in fünf Reihen und 28 Sitzen. Zudem bietet der Sitz eine 170 Grad Liegefläche, welche wir im folgenden Nachtflug bequemer war als bei Air France, gefühlt und vielleicht auch dem Vodka sei Dank. Letze Reihe ist ohne mittlere zwei Sitze und auch ziemlich nah an der Galley. Warum sich das Paar in der Mitte genau die Plätze hinter uns ausgesucht hat, ist uns schleierhaft. Es stehen den Aeroflot Business Class Gästen zwei Waschräume zur Verfügung, einer vor und einer hinter der Business Class Kabine.

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Service und Mahlzeiten

Darauf waren wir überaus gespannt. Wie wir der Service bei Aeroflot ablaufen? Klar, wir gehen völlig unvoreingenommen rein. Rustikal war es in der Lounge, an Board äußerst zuvorkommend und mit Bedacht auf den Gast. Das heiße Tuch folgte nach erreichen der Reiseflughöhe und der Gruß aus der Küche ebenfalls. Auf warme Nüsse wurde verzichtet, was uns ganz gut gefallen hat. Individuell und eigen, so präsentiert eine Airline die Gepflogenheiten des Landes doch besser als mit Einheitsbrei. Weiter geht es mit der Vorspeise, welche einzeln und nicht auf einem Tablett serviert wird. Auf Wunsch wurde Vodka serviert, dazu konnten wir nicht nein sagen, man muss es mal probieren.

Geschmacklich sind wir absolut überzeugt von dem, was bisher geboten wurde! Weiter geht es mit dem Hauptgang und jetzt haben wir spätestens den Eindruck, unsere Nachbarin hat es gekocht. Die kommt aus Russland und wir durften so einige Male schon von ihren Gerichten probieren. Wieder wird der Vodka nachgeschenkt, man könnte auch nein dazu sagen. Zu guter letzt kommt die Nachspeise, alles in allem ist die notwendige Bettschwere mit ausreichend Kalorien völlig erreicht. Das Frühstück wird verschlafen und war auch nicht nötig. Eine gute Nacht, ein bequemer Sitz inklusive Bett und ein sehr aufmerksamer Service. Was will man mehr?

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