Eigentlich haben wir den Flug in der British Airways Business Class von San Francisco nach London gebucht. Doch am Gate kurz vor dem Boarden kam alles anders. Wir wurden beide aufgerufen und haben neue Sitzplätze bekommen, in der British Airways First Class und deren Airbus A380. Perfekt, damit sind die knapp 10 Stunden Flugzeit bei einem Nachtflug auch deutlich angenehmer. Vermutlich war die Maschine überbucht und danke des Emerald Status und zwei freien Plätzen, hat es diesmal uns mit dem kostenlosen Upgrade getroffen.

Registriernummer: G-XLEH
Erster Flug: 16.10.2014

Groundservice

Am Flughafen von San Francisco betreibt British Airways eine eigene Lounge. Wer mit der Boeing 747 fliegt, wird sogar direkt aus der Lounge geboardet. Da uns jedoch die A380 nach London fliegt, haben wir diesen Vorzug nicht. Bei Ankunft ist die Lounge ziemlich voll, die besagte 747 fliegt nur recht kurze Zeit davor. In der British Airways Lounge befindet sich auch ein kleiner First Class Teil. Bei unserer Ankunft ist der bis zum letzten Platz voll und wir warten somit im Business Class Bereich. Zu dem Zeitpunkt wussten wir ja noch nichts von dem Upgrade, nur der Emerald Status erlaubt uns Zugang in den First Class Bereich der Lounge. Übrigens wird es nicht so kontrolliert, ständig laufen Gäste hinein und holen sich ein Getränk und verschwinden wieder. Vom allgemeinen Angebot haben wir schon deutlich besseres von British Airways erlebt, ein paar Sandwiches und im First Class Bereich auch warme Speisen. Alles überschaubar und einige zusätzliche Getränke finden sich im First Class Zimmer. 

Boarding

Erwartungsgemäß werden sehr viele Menschen am Gate sein, von daher sind wir zeitig dran. Schließlich wären ein paar Aufnahmen der noch leeren Kabine ideal, sonst wäre uns der Boardingzeitpunkt fast gleichgültig. Kurz vor dem Zusteigen werden wir wie bereits erwähnt aufgerufen und fliegen First Class nach London. Ansonsten läuft der Boardingvorgang geordnet und zügig ab. Wie bereits bekannt zuerst Familien mit Kindern und körperlich eingeschränkte Menschen. Dann kommt die First Class mit den Statusgästen, welche bei British Airways recht viele sind. Anschließend die Club World Gäste und Economy nach Gruppen. An Board erleben wir eine etwas unterkühlte British Airways First Class Crew, es handelt sich auch um den besagten Flugbegleiter mit den Flirtambitionen. Der Begrüßungsdrink nach Wunsch wird gebracht, Schlafanzug und Menükarte folgen. Alles etwas hektisch, obwohl hier keinerlei Not für besteht.

British Airways First Class A380 Kabine

Es kommt bei der British Airways First Class A380 Kabine eine 1-2-1 Konfiguration zum Einsatz. Lediglich in der ersten Reihe besteht diese aus einer 1-1 Anordnung. Damit stehen 14 offene Suiten zur Verfügung, welche im unteren Deck der A380 untergebracht ist. Zwei Waschräume im vorderen Bereich stehen den First Class Gästen exklusiv zur Verfügung. Die Privatsphäre ist sehr gut, auch wenn die Suiten nicht verschließbar sind. Dabei steht dem British Airways First Class Gast viel Platz zur Verfügung, was das Schlafen auf dem Nachtflug sehr angenehm macht.

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Service und Mahlzeiten

Es fällt und steht mit der Crew, bis zu diesem Flug hatten wir eigentlich immer Glück bei British Airways. Diesmal freut sich jeder in der First Class auf zu Hause und man merkt es ihnen an. Kein Lächeln und wenig Freundlichkeit, dafür versuchte Pflichterfüllung. Doch ganz von vorne, der Welcome Drink wird am Boden serviert. Ein wenig Hektik herrscht in der voll belegten First Class Kabine, der Flug ist jedenfalls ausgebucht. Auch wenn in First Class viel mehr Service am Gast der Fall ist, hatten wir bisher noch keine solche Eile erlebt. Schließlich wird der Schlafanzug in passender Größe gebracht, die Slipper und der Welcome Drink wird nachgegossen. Klar, für die Crew ist hier mehr zu tun als in Business oder Economy am Boden, dennoch scheint es, als würden die FlugbegleiterInnen hier nicht wirklich harmonieren.

Auch nach Erreichen der Reiseflughöhe ändert sich daran nichts. Die Speisewünsche werden erfragt und Getränke werden mit karamellisierten Nüssen gereicht. Etwas später wird der Tisch gedeckt und Mahlzeiten werden serviert. Eine Französin vor Stefan in der Reihe hatte großes Glück! Der zuständige Flugbegleiter war ganz angetan von ihr und sie hatte den wohl besten Service auf diesem Flug. Dabei passierten dann so kleine Fehler wie Champagner aus der Business Class on top auf den noch im Glas befindlichen Champagner aus der First Class. Immer wieder wurde etwas vergessen, aber die Französin war gut eingedeckt. Macht nichts, einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul. Daher beobachten wir, was noch so passiert und freuen uns, statt in Business auf dem Nachtflug in der First zu sitzen. Später zum Frühstück ändert sich das Bild nicht, die Crew freut sich auf zu Hause und erledigt ihren Job. Man merkt, sie sind ausgelaugt und harmonisierten auf diesem Flug überhaupt nicht. Kommt vor, es fällt und steht mit der Crew.

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